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Dioramen

Dioramen

Als Dioramen werden dreidimensionale Schaubilder bezeichnet, bei denen mit Modellfiguren vor einer naturgetreuen Kulisse und einem oft halbkreisförmigen, bemalten Hintergrund militär- oder kulturgeschichtliche Szenen dargestellt werden.

Großdioramen

Großdioramen sind Dioramen mit großer Grundfläche und einer großen Anzahl von Figuren, wobei die Anzahl der Figuren von einigen Hunderten bis zu einigen Tausenden reichen kann.
Das hier gezeigte Diorama stellt die Endphase der Schlacht von Worringen im Jahr 1288 dar. Ungefähr 6000 berittene Kämpfer nahmen an ihr Teil, allen voran Herzog Johann von Brabant und Graf Heinrich von Luxemburg.
Es hat eine Grundfläche von ca. 2,5 x 1,5 m und eine Figurenzahl von ca. 1000 Figuren. Das Diorama ist Teil einer Dauerausstellung von Schloss Burg/Solingen.

 

Architekturdioramen

Als Architekturdioramen bezeichnet man Dioramen, bei denen nicht die Zinnfiguren, sondern das Architekturmodell die Hauptrolle spielt und die Figuren lediglich schmückendes Beiwerk sind.
Das erste Beispiel ist eine Römische Villa des 3. Jahrhunderts. Das durch Zinnfiguren belebte Architekturmodell entstand im Jahre 1996 im Auftrag der Ortsgemeinde Mehring für das dortige Heimat- und Weinmuseum.

 

 

Als zweites Beispiel haben wir ein Modell, welches 2001 im Auftrag des Heimat- und Verkehrsvereins Dhronecken enstand. Es zeigt die dortige Burg im Zustand um 1525. Da von der mittelalterlichen Burg heute nur noch ein Mauerturm und Reste von Grundmauern zu sehen sind, musste vor Beginn der eigentlichen Modellbauarbeiten eine Rekonstruktions- zeichnung angefertigt werden. Dies geschah in Zusammenarbeit mit einem Mittelalterarchäologen des
Rheinischen Landesmuseums in Trier.

 

Kleindioramen

Unter Kleindioramen versteht man kleine Schaubilder, die mit nur wenigen, maximal zwei Dutzend Zinnfiguren belebt sind. Bei flachen Schaukästen ist der Hintergrund meist gemalt; bei solchen mit mehr Tiefe können Interieurs, Gebäude und Vegetation auch dreidimensional gestaltet sein. Dieses Diorama zeigt eine mittelalterliche Badestube. Diese spielten etwa vom 13. bis zum 16. Jahrhundert eine wichtige Rolle in der Alltagskultur. Die Blütezeit der Badehäuser in Mitteleuropa war das Spätmittelalter. Die Figuren unserer Serie haben eine Miniatur aus einer burgundischen Handschrift des Valerius Maxiumus von ca. 1470 zum Vorbild.